Fenster in Kloster Oesede

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Die Kunst kommt zum Betrachter: Virtuelle Ausstellungen zeigen erstmals die Gesamtwerke von Ruth und Theo M. Landmann

30. Juni 2011 | Üblicherweise werden Kunstwerke in ein Museum transportiert und dort ausgestellt. Zwei Online-Werkverzeichnisse gehen einen anderen Weg. Da die keramischen Wandbilder von Ruth Landmann und die Glasfenster von Theo M. Landmann enorme Dimensionen haben und häufig Bestandteil von Gebäuden sind, kommt die Kunst zum Betrachter. 403 großformatige Wandgestaltungen, Brunnen und Objekte sowie 359 Glasfenster, Fresken und Wandteppiche sind in virtuellen Ausstellungen unter www.ruth-landmann.de bzw. www.theo-landmann.de dargestellt. Annähernd 4.000 Aufnahmen erlauben es den Betrachtern, die Werke in all ihrer Vielfalt zu studieren. Mit der zwei Jahre währenden Erfassung und Zusammenstellung der Arbeiten zeigt der Ruth und Theo M. Landmann Archiv e.V. erstmals die Gesamtwerke der beiden Osnabrücker Künstler.

Der Osnabrücker Glasmaler Theo M. Landmann (1903–1978) schuf 359 Arbeiten zwischen 1925 und 1978. Darunter Bleiglas- und Betonglasfenster sowie Fresken, Sgraffitos und Wandteppiche. Theo M. Landmann war überwiegend im westlichen Niedersachen sowie in Nordrhein-Westfalen tätig wo er mit bekannten Architekten und Kirchenbauern zusammenarbeitete. Landmann, Meisterschüler bei Johan Thorn Prikker, studierte die Kathedralen in Frankreich, England und Italien. Er war seit 1929 als freier Künstler tätig und nahm 1933 an der Weltausstellung in Chicago teil. Das Werkverzeichnis vermittelt die vielgestaltige Arbeitsweise von Theo M. Landmann in über 1.900 Gesamt- und Detailaufnahmen.

Die Osnabrücker Keramikerin Ruth Landmann (1912–2008) schuf zwischen 1939 und 2001 über 400 Arbeiten. Das Werkverzeichnis dokumentiert das gesamte Spektrum ihres Schaffens umfassend. Über 1.900 Gesamt- und Detailaufnahmen erlauben es den Nutzern, den Werken so nahe zu kommen, wie dies im ursprünglichen Umfeld oft nicht möglich ist. Die keramischen Wandbilder, Brunnen und Objekte sind in Kirchen, öffentlichen Gebäuden und Schulen zu finden. Ruth Landmann hat zahlreiche Spuren in Osnabrück, im Osnabrücker Land sowie im Emsland und in der Grafschaft Bentheim hinterlassen.

Im Internet sind alle Werke der beiden Osnabrücker Künstler jederzeit erreichbar und können nach verschiedenen Kriterien ausgewählt und angesehen werden: Neben einer Katalogansicht, die alle Arbeiten chronologisch darstellt, lassen sich die Werke auch nach Entstehungsjahr, Objektart oder Werkort anzeigen. Wer wissen möchte, welche Arbeiten in seiner Region zu finden sind, benutzt die Werkkarte. Ein Mausklick auf den gewünschten Ort zeigt Vorschaubilder aller Werke, die sich dort befinden oder befanden. Informationen zu Format, Material, Ausführung, Oberfläche, Erhaltungszustand und Zugänglichkeit komplettieren die Einzelansichten.

Erfassen, um zu erhalten

»Das Erfassen der künstlerischen Werke war notwendig, weil es bisher keinen zusammenhängenden Einblick in die Arbeiten gab und um den Erhalt der Arbeiten dauerhaft zu sichern«, erläutert Pia Landmann, Tochter der beiden Künstler und Vorsitzende des Landmann-Archivs. Die vorliegenden Werkverzeichnisse schaffen die Voraussetzungen hierfür und ermöglichen darüber hinaus eine dauerhafte Rezeption der Arbeiten. Im Rahmen der Erstellung der Werkverzeichnisse konnte die Existenz zahlreicher Arbeiten bestätigt werden. Durch viele Hinweise und die Inaugenscheinnahme vor Ort wurden unbekannte Werke entdeckt. Die Präsenz des Werkverzeichnisses im Internet soll dazu beitragen, dass weitere Arbeiten entdeckt oder vorhandene Informationen komplettiert werden.

»Es war von Anfang an unser Ziel, die Arbeiten im Rahmen der Werkverzeichnisse nutzerfreundlich und visuell zu präsentieren«, ergänzt Annette Potthoff, Vorstandsmitglied des Landmann-Archivs. Keramische Reliefs, Brunnen, Mosaiken, Glasfenster und Fresken sind umfangreich bebildert: Gesamtaufnahmen geben eine Orientierung der Formatgröße und gegebenenfalls der Position der Arbeiten im Raum. Detailaufnahmen und Zoombilder laden zum intensiven Betrachten ein. Abgerundet werden die Darstellungen durch Lebensläufe und Literaturverzeichnisse. Kurze Texte beschreiben die Besonderheiten der unterschiedlichen Werkphasen.

Dank an Spender und Unterstützer

Die dokumentarische Arbeit des Landmann-Archivs ist ohne ideelles und finanzielles Engagement nicht möglich. Das Landmann-Archiv dankt dem Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V., der Emsländischen Landschaft e.V., dem Heimatbund Osnabrücker Land e.V., dem Bistum Osnabrück, dem Kreisheimatbund Bersenbrück e.V. und den privaten Spendern sowie allen Menschen, die darüber hinaus die Realisierung dieses Projektes unterstützt haben.

Werkverzeichnis Ruth LandmannWerkverzeichnis Ruth Landmann: www.ruth-landmann.de









Werkverzeichnis Ruth LandmannWerkverzeichnis Theo M. Landmann: www.theo-landmann.de







 

Ruth und Theo M. Landmann Archiv e.V.
Wetterskamp 1 • 49078 Osnabrück
Telefon & Fax: + 49 (0)541 4 21 60
E-Mail: kontakt@landmann-archiv.de
www.landmann-archiv.de

Autor: Uwe Lausterer, Vorstandsmitglied Ruth und Theo M. Landmann Archiv e.V.
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»Der Evangelist Lukas« (Ausschnitt)

Glasbetonfenster von Theo M. Landmann in der St. Marien Kirche in Kloster Oesede-Georgsmarienhütte, 1962

Foto: Ruth und Theo M. Landmann Archiv e.V.